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Knock-out-Zertifikate zum Setzen auf Kursschwankungen

In Zeiten von unsicherer Wirtschaft sind Wertpapiere im Trend, mit denen die Anleger auf steigende oder fallende Kurse setzen können. Diese werden auch Knock-out- oder Hebelzertifikate genannt.

Besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise mit besonders schwankenden Kursen von Aktien oder anderen Wertpapieren kann es sich lohnen auf die Änderung dieser Kurse zu setzen. Hierfür gibt es die sogenannten Hebelzertifikate, die auch mit dem klassischen Boxerausdruck Knock-out bezeichnet werden. Dieser Ausdruck kommt durch die Grenze zustande, mit der das Zertifikat seinen Wert verliert. Anleger können sich damit also auch gewaltig irren, wenn sie beispielsweise den Kurventrend falsch berechnen, auf den sie wetten. Zunächst gibt es bei dieser Sorte von Zertifikaten einen Basiswert, auf den gesetzt werden kann. Dies kann beispielsweise ein Aktienindex sein oder auch der Wert einer Staatsanleihe, wie es im Falle einiger europäischer Staaten bekannt wurde. Mit den klassischen Ausdrücken des Bären und des Bullen werden entweder fallende oder steigende Kurse bezeichnet, auf die dann mit den Hebelzertifikaten gesetzt werden kann.

Die Funktionsweise eines Hebelzertifikates ist im Prinzip recht einfach verständlich, solange der Wert des Papieres steigt, auf das gesetzt wird. Dann ist die Rendite im Prinzip eine Beteiligung am Steigen des Kurses, wie es bei den klassischen Aktienverkäufen auch der Fall ist. Lediglich der Preis des Hebelzertifikates kann sich schneller ändern, als bei den klassischen Aktien. Hierfür ist der sogenannte Hebel verantwortlich, der den Zertifikaten seinen Namen gibt. Dieser Hebel sorgt dafür, dass der Preis des gekauften Wertpapieres, der sich aus dem Basiswert und einigen anderen Komponenten ergibt, um ein Vielfaches steigt, als der Basiswert selbst. Die gekauften Zertifikate können somit auch als ein Antreiber dienen, damit die Basiswerte noch schneller steigen. Ein Problem kann sich lediglich beim Wetten auf fallende Kurse ergeben, denn durch diese Hebelzertifikate können Wertpapiere im Prinzip ins Bodenlose sinken und auch wertlos werden.

Wenn Anleger die sogenannten Hebelzertifikate kaufen, sollten sie sich in jedem Fall gut mit der Wirtschaft auskennen, da die Folgen eventuell beträchtlich sein können. Auch sollte beachtet werden, dass mit diesen Papieren ein nicht zu unterschätzendes Risiko eingegangen wird, daher ist davon abzuraten, mit Geld zu spekulieren, das eigentlich für wichtige Dinge benötigt wird. Ebenfalls ist es wichtig, beim Umgang mit hochriskanten Wertpapieren eine Bank zu haben, die den Kunden über alle Risiken aufklärt. Anleger, die auf eine langfristige Rendite aus sind, sollten sich daher eher in diese Richtung beraten lassen.